Ursula Kessler - Battaglia
Valencia
 
Hier folgt ein Interview mit der Schweizer Künstlerin, die seit vielen Jahren in Spanien lebt und dort sowohl als Künstlerin arbeitet als auch in ihrer Galerie Künstlern hilft, auszustellen.
Zudem leitet sie Kurse in Entspannung, Kreativität und Meditation.
       

Was anfing als Therapie hat sich in kurzer Zeit zu einer künstlerischen Ausdrucksweise entwickelt.
Die Farben und Formen in Bewegung sind die Sprache, die Ursula Kessler-Battaglia benutzt, um uns ihre Gefühle zu übermitteln.
In ihren Werken können wir das künstlerische Vermögen, welches uns die Innenwelt der Artistin offenbart, sehen.


Wann hatten Sie Ihr Interesse an der Malerei entdeckt?


Im Jahr 1986 fing ich hier in Valencia an zu malen wo ich zwei Jahre lebte.
Da ich Entspannung, Kreativitäts-Training und Meditation lehrte, wurde mein Spass am Zeichnen geweckt.
Drei Jahre vorher hatte ich schon einmal begonnen, doch ich gab bald auf, da mir noch die Inspiration fehlte.
Mit der Meditation entdeckte ich weit interessantere Bilder, Rhythmen und ausgeglichenere Formen.
Gino Macconi, Kunstmaler, Kunstkritiker und Galerist, stelle mich dem Schweizer Publikum vor. Er war überzeugt, dass ich Talent hatte und schlug vor, ich solle mit Oelfarben und anderen Materialien arbeiten.
Von da an fing ich erst ernsthaft an zu malen.
Er half mir in seiner Galerie ‘Mosaico‘ in Chiasso auszustellen.

Von woher nehmen Sie Ihre Inspirationsquellen?

Vor dem Malen meditiere ich. Das bedeutet, die Gedanken von unnötigen Dingen zu befreien und sich auf positive Dinge zu konzentrieren.
Danach suche ich einige Farben, die sich in mir entwickeln und auf meinen inneren Zustand hinweisen. Da jede Farbe ihre eigene Symbolik hat, entsteht daraus eine individuelle Erfahrung.

Was bedeutet die Kunst für Sie?

Ausdruck der eigenen Ideen. Sich nicht durch äußerliche Tendenzen und Modeströmungen beeinflussen zu lassen. Qualität beginnt bei Selbsterkenntnis, Disziplin und Kohärenz. Die Bilder sollten motivieren und einen positiven Zustand auslösen.


Warum runde Formen und die Bewegung in Ihren Bildern?

Im Augenblick gefallen mir die runden Formen. Viele Künstler haben dies bereits vorher getan. Die runden Formen sind Symbole, die sich ständig wiederholen. In der Natur, im Sonnensystem bis hin zum Atom, alles ist rund und bewegt sich im Einklang mit dem Universum.
Mich inspirieren die Rhythmen der Natur und ihrer Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Dies alles hat auch der Mensch in sich selbst.

Was ist Gestik?

Die Gestik ist eine spontane Bewegung.
Es gibt chaotische oder harmonische Bewegungen, die sich in der plastischen Kunst auch durch verschiedene Materialien ausdrücken können.
Gestik ist eine irrationale Handlung, die durch die Meditation natürlich zu einer Kombination von Harmonie und Synthese wird.

Meditieren um zu malen?

Durch die Konzentration und Meditation wird die innere Ruhe und Kreativität gefördert. So gelangt man sowohl zu einem körperlichen als auch seelischen Wohlbefinden.
Selbstverständlich kann man ohne Meditation malen, aber mein Weg ist dieser.

     
 

Ursula Kessler-Battaglia